Nordsumatra

In diesem Eintrag möchte ich euch von meinem restlichen Aufenthalt in Sumatra erzählen und zwar von Ketambe, Lake Toba und Berastagi.

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, von Banda Aceh aus quasi einen Kreis zurück zu meinem Ausgangspunkt zu machen und somit über Ketambe zum Lake Toba zu fahren und nicht wieder über Medan. Zuerst hieß es allerdings aufgrund der Regenzeit könnte ich nicht westlich des Gunung Leuser Nationalparks nach Süden. Dank Nanda, bei der ich ja meine letzte Nacht in Banda Aceh verbracht hatte, und ihrem Vater erfuhr ich dann aber, dass es dort doch einmal täglich über Nacht einen Bus runter gibt. Somit saß ich dann eine lange Nachtfahrt lang in einem fast vollen Minivan für zehn Personen mit vielen schnarchenden und ständig rauchenden Männern. Man (oder Frau) kann sich wohl besseres vorstellen. Aber immerhin habe ich es so nach Ketambe geschafft und mitten in der Nacht bei einem Zwischenstopp den besten Cassava-Kuchen überhaupt gekauft… Um 12 Uhr mittags am nächsten Tag kam ich an. Losgefahren war ich gegen 18 Uhr am Vortag.

In Ketambe, einem kleinen Dorf bestehend aus wenigen Häusern direkt am Highway, war ich dann einfach mal die einzige Touristin. So ist da eben in der Nebensaison in einem Ort, der auch nicht zur Standardroute gehört.

Mein Zimmer führte direkt in diesen schönen Garten.

Von Ketambe aus kann man auch Wanderungen in den Nationalpark machen. Da ich das aber schon in Bukit Lawang getan hatte, blieb nicht viel zu tun außer etwas zu entspannen. Aber ich hatte es ja eh nur als Zwischenstopp eingeplant und um es mal zum Vergleich zu Bukit gesehen zu haben.

Die Reise zum Lake Toba fing dann recht gut an, bis beim dritten Mal umsteigen der Fahrer bzw. die Ticketverkäufer meinten, mir einfach mal mehr Geld abknöpfen zu können. Gefiel mir gar nicht. Und dass ich mich nicht darauf einließ, fanden die nicht gut. Nachdem ich erst einmal aus dem Bus flog – der dann aber eine Viertstunde später doch wieder vorfuhr – einigten wir uns.

Ein typisches Haus des auf Samosir ansässigen Batak-Volkes.

Auf der Samosir-Insel im Lake Toba (die eigentlich gar keine Insel ist, da sie über einen ganz kleinen Zipfel mit dem Festland verbunden ist) habe ich eine Unterkunft in Tuktuk gefunden. Da war es ganz cool: schöner Garten, direkter Zugang zum See (toll zum Schwimmen), nette Angestellte etc.

Man muss nur bis zum Ende das Gartens laufen, um im See zu schwimmen oder diesen Blick zu genießen.

Habe dort zwei Amerikanerinnen und eine Inderin kennen gelernt, mit denen ich mir am nächsten Tag Roller geliehenen habe. Hatten einen super Trip, inklusive spontaner Einladung zu einem Kaffee von einem Einheimischen, der gerade bei sich zu Hause Mittagspause machte, toller Aussicht auf den ganzen See oben von den Bergen und einem platten Reifen – mitten im Nirgendwo. Aber hey, in Indonesien gibts auch im kleinsten Dorf jemanden, der dir den Roller wieder zusammen flicken kann. Dieser Mechaniker musste zwar dann erst noch aus seinem Mittagsschlaf geweckt werden, aber wir waren einfach froh, als wir wieder fahren konnten und mit intaktem Reifen (mehr oder weniger) wieder in Tuktuk ankamen.

Hier wurden wir spontan zu einem Kaffee eingeladen.
Unser Reifen wird mal eben flott repariert.
Aussicht von den Berge über Lake Toba .

Mein letztes Reiseziel auf Sumatra war Berastagi. Dort wollte ich auf den Vulkan Sibayak klettern. Der Couchsurfer, bei dem ich unterkam, erklärte mir flott den Weg und los gings.

Vorallem das letzte Stück der Wanderung, wenn man den Vulkan hoch geht, ist cool. Oben angekommen steigen dann Schwefelwolken aus dem Gestein hervor. Nach einem ersten Blick in den Krater (auf den Kratersee) bin ich noch zur höchsten Stelle am Kraterrand hochgeklettert, aber auch bald wieder abgestiegen, da dichte Wolken aufzogen. Die verzogen sich dann aber auch rasch wieder und ich hatte einen entspannten Abstieg.
An meinem letzten Tag in Indonesien holte Icha, meine Couchsurferin aus Medan, mich in Berastagi ab. Sie war mit circa zehn Freunde auf einem Tagestripp durch die Gegend um Berastagi unterwegs und hatte vorher gefragt, ob ich mit möchte und angeboten, mich danach am Flughafen abzusetzen. Mega gut. Die Truppe war echt nett, alle sprachen Englisch und nahmen mich ganz selbstverständlich auf. Wir haben einige Punkte in der Umgebung angefahren, sind ein kleines Stück gewandert, haben den Piso Piso Wasserfall gesehen und waren in heißen Quellen bei den Vulkanen bei Berastagi baden. Der Trip war ein toller Abschluss, die Nacht am Flughafen entspannt und weiter ging es nach Taiwan.

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