Taiwan: Inselumrundung

Nachdem ich In Taipeh gestartet bin, habe ich die Westküste bereist, bin bis zum südlichsten Zipfel der Insel runter und dann an der Ostküste wieder rauf.

Taichung war mein nächster Stopp. Auch dort war ich wieder couchsurfen, bei Jilling, einer super lieben Studentin, die mit mir ihr Zimmer und Etagenbett in einer Studenten-WG teilte. Ich hatte Glück: als ich da war hatte sie zwei Tage frei und Lust, mich bei meinen Unternehmungen zu begleiten.

Einen Tag sind wir nach Lukang gefahren, der zweitältesten Stadt Taiwans. Dort kann man durch die Altstadt schlendern und viele lokale Spezialitäten probieren. Haben uns kostenlos ordentlich den Bauch vollgeschlagen.

Am Tag darauf ging es zum Sun Moon Lake, dem größten See Taiwans, der sich mit seinem klaren blauen Wasser vor einer Bergkulisse abzeichnet. Sind dort durch die Umgebung gewandert.

Unterwegs im Alishan Forest.

Ich habe mich weiter Richtung Süden aufgemacht und den Alishan Forest besucht, einen Nationalpark, den man früher nur mit einer Dampflok erreichte. Lustigerweise schrieb mir Papa just an diesem Tag, dass er sich noch dran erinnert, wie er in Taiwan mit einer Dampflok zu den höchsten Bäumen gefahren sei, aber er wüsste nicht mehr, wie der Wald hieß. Diese Bäume habe ich dort auch gesehen. Teilweise über 2.000 Jahre als, höher als 40 Meter und mit ordentlichem Durchmesser. Beeindruckend und schwer zu begreifen was solche Zahlen oder so ein Alter bedeutet… Mit dem Zug bin ich dort allerdings nicht hoch, da diese zurzeit nicht die ganze Strecke fährt. Hätte aber vermutlich auch für die Teilstrecke kein Ticket mehr bekommen, die muss man früh buchen, was schwer ist, wenn man so spontan unterwegs ist, wie ich.

Ich bin etwa ass geworden. Aber auf meine Regenjacke ist ja Verlass.

Leider wurde ich an dem Tag krank. Hinzukam, dass es die ganze Zeit regnete… Kam dann abends ohne Stimme in Tainan, der ältesten Stadt Taiwans, bei meiner nächsten Couchsurferin an.

Ein altes “Einkaufszentrum”.

Die Stadt habe ich dann am nächsten Tag erkundet und auch hier wieder einige Köstlichkeiten probieren können.

Am Pier in Kaosiung gibt es einiges (an Kunst etc.) zu entdecken.

Auch in Kahosiung war ich daraufhin couchsurfen. Haben uns mal wieder super verstanden, echt schön sowas, auf einem Nachtmarkt Austernpfannkuchen gegessen (habe mich seit langem mal wieder an etwas Muschelartiges gewagt und es ging gut :)), viel gequatscht und in ihrem kleinen, gemütlichen Zimmer ein Bett geteilt.

An der Südspitze Taiwans.

Es folgte eine Nacht im Hostel, die erste und einzige in Taiwan, in Hengchun in der Kenting Area ganz im Süden. Als ich dort ankam, war die Hosteltüre verschlossen, auf mein Klopfen reagierte keiner… Zum Glück kam einige Minuten später ein Brite an, der den Zahlencode der Tür kannte und mit erzählte, als er ankam, sei auch keiner da gewesen. An der Tür hätte aber wenigstens ein Zettel gehangen, auf dem der Code stand. Wir haben dann beschlossen, gemeinsam mit einem Bus zur Südspitze zu fahren. Ein Amerikaner stieß noch zu uns und wir stellten fest, dass wir anscheinend gerade die einzigen Touristen in der Gegend sind. Das merkten wir auch, als wir uns abends zum Essen wieder trafen. Dafür war die Übernachtung schön günstig 🙂

Tolle Sicht vom Zug aus, während es die Ostküste hoch geht.

Vom Süden bin ich dann die wunderschöne Ostküste hoch nach Hualien, wo mich ein indischer Couchsurfer aufnahm, der gleichzeitig noch eine andere Deutsche beherbergte. Abends waren wir in einer Bar, die einem Afrikaner gehörte. Dort fand der wöchentliche Musikabend statt, bei dem einfach jeder mit Instrument oder auch ohne vorbeikommen kann und dann wird spontan zusammen gejammt – musiziert. Das Ganze war zusätzlich ein sehr internationaler Abend. Europäer, Asiaten, Afrikaner, der Inder,…. Und die Musik war gut. Am nächsten Morgen musste ich dann aber früh raus, da ich den ersten Bus zum Taroko Gorge nehmen wollte, einer Schlucht / einem Nationalpark in der Nähe. Dort habe ich unter anderem die Zuhili Old Road Wanderung gemacht, für die man vorher extra ein paar Permits einholen muss. Hatte einen tollen Blick von den Klippen in die Schlucht runter. Der nicht gesicherte Weg lies einen aber auch das Herz in die Hose rutschen 😀

Unterwegs auf dem Zuhili Old Trail – nichts für Leute mit Höhenangst.

Bin danach noch verschiedene Wanderwege entlang gelaufen und habe zwei spanische Zirkusartisten kennengelernt, die mich in ihrem Mietwagen mit zurück nahmen.

Die Taroko-Schlucht.

Abends ging es noch weiter nach Yilan, wo ich bei einer vierköpfigen Familie übernachten konnte. Der Vater hatte tags darauf Geburtstag und wir haben in einem schicken Restaurant leckeren Hotpot gegessen.

Hot Pot auf taiwanesische Art.

Um meine Runde zu beenden, musste ich wieder zurück nach Taipeh reisen, wo ich einen tollen letzten Tag mit Lulu verbrachte (Zur Erinnerung: die Couchsurferin, die ich mal in Aachen beherbergt habe und die mir die Unterkunft bei ihrer Freundin Cynthia vermittelt hatte) und Mitbringsel sowie Weihnachtsgeschenke shoppen konnte. Abends haben wir Mädels uns gemeinsam auf einem Nachtmarkt getroffen, damit ich ein letztes Mal leckeres taiwanisches Essen probieren kann.

Tags darauf sollte es dann nach China weiter gehen. Leider durfte ich den Flieger nicht besteigen, aber dazu dann bald mehr.

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