Keine Panik vor El Salvador!

Als gefährlich abgestempelt und von vielen daher nicht bereist: El Salvador. Ich wollte selber herausfinden, was es mit diesem Land auf sich hat. Und darf nun mit Gewissheit sagen: El Salvador gehört zu meinen Favoriten Mittelamerikas. Die Menschen, denen ich begegnet bin, waren unglaublich nett, es gibt wunderschöne Natur, interessante Städte und das Essen ist lecker.

Von Nicaragua aus musste ich erstmal den Südzipfel Honduras durchqueren, denn Honduras wollte ich erst im Anschluss an El Salvador bereisen – falls sich die Aufstände bis dahin beruhigt haben und die Straßensperren ein Reisen nicht mehr unnötig erschweren würden.

Die größte Stadt im Osten in San Miguel. Diese habe ich als Ausgangspunkt für Tagestrips in der Region genutzt. Bin dort auch wieder bei Couchsurfern untergekommen, die mich direkt am ersten Abend mit DEM Gericht El Salvadors bekannt gemacht haben: Pupusas.

Ein toller Abend mit meinen Couchsurfing-Hosts.

Mega lecker. Mit Käse, Fleisch, Bohnen (variiert) gefüllte Tortillas. Dazu gibt es dann verschiedene Saucen, so etwas wie Krautsalat, Rohkost etc. Und das für deutlich unter einem Dollar (Ja genau, in El Salvador wird mit US-Dollar gezahlt).

Ein typisch El Salvadorisches Abendessen.

Gemeinsam sind wir dann beispielsweise nach Alegria und zur Laguna de Alegria gefahren. Alegria ist ein Dorf in den Bergen gelegen. Von dort kann man zur Lagune wandern, die mit ihrem türkisen Wasser und dem hellen Boden drumherum recht schön aussieht. Auf den Feldern in der Gegend wird vor allem Kaffee und Kakao angebaut. Haben dort dann auch ganz frisch hergestellte Schokolade gekauft. Zum Essen und Trinken sehr lecker.

Die Alegria-Lagune.

Einen Tag bin ich zum Strand El Cuco gefahren. Auch wieder ein guter Tagestrip. An Touristen habe ich da nur einen angetroffen, auch so war es nicht sehr voll. Bin zum Nachbarstrand spaziert, den ich quasi für mich allein hatte.

Im Westen des Landes war dann San Salvador meine Basis für verschiedene Trips in die Gegend. Auch hier habe ich mir den Strand angesehen. Viele Touristen lassen sich zum Beispiel direkt aus Nicaragua mit einem Shuttle nach El Tunco bringen, um möglichst wenig mit diesem “gefährlichen” Land in Berührung zu kommen, aber immerhin mal da gewesen zu sein. El Tunco ist einfach nur touristisch, mit El Salvador hat das wenig zu tun, wer nur dort war, hat von dem Land nichts gesehen… Es gibt aber auch noch weitere Strände in der Gegend, die deutlich leerer sind und wo es schön ist. Zum Beispiel El Zonte.
Den Stadtkern San Salvadors habe ich mir natürlich auch angesehen. Hat aber jetzt nicht sooo viel zu bieten. Beim Daherschlendern sprach mich plötzlich das El Salvadorischen Fernsehen an, dem ich dann spontan ein Interview auf Spanisch gegeben habe. Nur meinen Namen, den haben sie anscheinend nicht so ganz verstanden und so spach zur Primetime die Touristin Mia Schell über San Salvador 😀

Als Berühmtheit braucht man halt einen Decknamen.

Gut gefallen hat mir dir Sicht in den Vulkan San Salvador vom Parque Boqueron aus. 1917 brach der Vulkan das letzt Mal aus. Vorher war ein See im Krater, dieser war danach verschwunden. Stattdessen bildete sich ein zweiter, kleinerer Krater im Krater, welcher ansonsten grün bewachsen ist. Sah toll aus.

Der San Salvador Vulkan mit dem Krater im Krater.

Ansonsten habe ich auch in San Salvador wieder tolle Couchsurfer gefunden. Kam in einer Dreier-Wg unter, wo ich mir mit einer der Bewohnerinnen das Zimmer teilte. Einen Abend sind wir Richtung Vulkan rauf gefahren, hatten dort eine tolle Sicht auf die nächtliche Stadt und waren, natürlich, Papusas essen.

Der Coatepeque-See.

Gemeinsam haben wir außerdem einen Ausflug zum See Coatepeque und nach Santa Ana gemacht. Beides ein Besuch wert.

Santa Ana hat eine sehr schöne Kathedrale.

Abends waren wir dann bei einem früheren Oscargewinner eingeladen (die drei bei denen ich übernachtet habe, sind alle im Filmbusiness tätig). Jedes Jahr vor der Oscarverleihung bekommt er als ehemaliger Preisträger die nominierten Filme zugesendet und jeden Samstag, bis zur Verleihung finden dann bei ihm Filmabende statt. Geschaut haben wir The Shape of Water und Three Billboards Three Billboards outside Ebbing, Missouri. Beide sehr zu empfehlen! …achja, am Ende des Abends durfte ich noch den Oscar halten. Hatte vor kurzem gelernt, dass der vier Kilogramm wiegt und in der Tat, der ist schon recht schwer.

And the Oscar goes to…

Also mein Fazit zu El Salvador: tolles Land mit vielen schönen Ecken, freundliche Leute, leckeres Essen, schöne Städte und Natur. Ich werde wieder kommen…

2 thoughts on “Keine Panik vor El Salvador!

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  1. Ich finde es jedesmal toll und ja,irgendwie unglaublich,wenn Leute Couchsurfing machen. Ich mein da gehört ja auch ein gewisses Grundvertrauen dazu. Toller Beitrag,der dieses Land sehr interessant macht zu bereisen. 👍

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